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Prüfung von Arbeitsmitteln

Regelmäßige Prüfungen von Arbeitsmitteln sollen sicherstellen, dass gefahrbringende Mängel daran schon im Vorfeld erkannt werden und durch fachgerechte Instandsetzung beseitigt werden.

Die Prüfung durch befähigte Personen (ehemalige Bezeichnung „Sachkundige“) ist erstmalig vor Einsatz der Arbeitsmittel durchzuführen, danach dann regelmäßig. Die Notwendigkeit zur Prüfung und die Fristen bis zur nächsten Wiederholung ergeben sich aus Vorschriften und Regeln des Gesetzgebers und der Unfallversicherungsträger (Unfallkassen und Berufsgenossenschaften).

Durch Audits zum Thema „Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz“ wird festgestellt, ob die externen und internen Regeln eingehalten werden und ob die unternehmenseigenen Prozesse und Abläufe den Richtlinien und vorgegebenen Standards entsprechen. Audits gehören in der Regel zum Qualitätsmanagement in den Betrieben. Sie werden von speziell dafür qualifizierten Auditoren durchgeführt und dokumentiert. Eine Integration des Arbeitsschutzes in vorhandene Managementsysteme ist anzustreben.

 

Die Prüfung von Arbeitsmitteln ist ein essenzieller Bestandteil der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz. Arbeitsmittel sind alle Maschinen, Geräte, Werkzeuge oder Anlagen, die bei der Arbeit verwendet werden. Diese müssen regelmäßig geprüft werden, um sicherzustellen, dass sie sicher und funktionsfähig sind. Im Folgenden wird detailliert erläutert, warum diese Prüfungen notwendig sind, welche rechtlichen Grundlagen es gibt, wie die Prüfungen durchgeführt werden und welche Konsequenzen bei Nichtbeachtung drohen.

Warum ist die Prüfung von Arbeitsmitteln notwendig?

  1. Sicherstellung der Arbeitssicherheit: Der wichtigste Grund für die Prüfung von Arbeitsmitteln ist die Sicherheit der Mitarbeiter. Defekte oder schlecht gewartete Arbeitsmittel können Unfälle verursachen, die zu schweren Verletzungen oder sogar Todesfällen führen können.
  2. Vorbeugung von Produktionsausfällen: Regelmäßige Prüfungen tragen dazu bei, dass Maschinen und Geräte zuverlässig funktionieren. Ungeplante Ausfälle können erhebliche finanzielle Verluste verursachen und den Betriebsablauf stören.
  3. Rechtliche Verpflichtungen: Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten. Die regelmäßige Prüfung von Arbeitsmitteln ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Verpflichtung.

Rechtliche Grundlagen

Die gesetzlichen Vorgaben zur Prüfung von Arbeitsmitteln sind in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen festgelegt, darunter:

  1. Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): Dieses Gesetz verpflichtet Arbeitgeber, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu treffen. Dazu gehört auch die regelmäßige Prüfung der Arbeitsmittel.
  2. Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): Diese Verordnung konkretisiert die Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes. Sie enthält detaillierte Vorschriften zur Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln sowie zu deren Prüfung.
  3. Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS): Diese Regeln geben konkrete Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Betriebssicherheitsverordnung und zur Durchführung der Prüfungen.

Durchführung der Prüfungen

Die Prüfung von Arbeitsmitteln erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Festlegung der Prüffristen: Die Prüffristen richten sich nach der Art des Arbeitsmittels und dessen Gefährdungspotential. In der Regel werden die Prüffristen in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt.
  2. Durchführung der Prüfung: Die Prüfungen müssen von fachkundigen Personen durchgeführt werden. Diese müssen über die notwendige Qualifikation und Erfahrung verfügen, um den Zustand der Arbeitsmittel korrekt beurteilen zu können.
  3. Dokumentation: Jede Prüfung muss dokumentiert werden. Die Dokumentation umfasst die Ergebnisse der Prüfung, festgestellte Mängel und die durchgeführten Maßnahmen zur Mängelbeseitigung.

Konsequenzen bei Nichtbeachtung

Die Nichtbeachtung der Prüfvorschriften kann schwerwiegende Konsequenzen haben:

  1. Rechtliche Konsequenzen: Bei Verstößen gegen die gesetzlichen Vorschriften drohen Bußgelder und im schlimmsten Fall strafrechtliche Konsequenzen.
  2. Unfallgefahr: Ungeprüfte Arbeitsmittel stellen eine erhebliche Unfallgefahr dar. Ein Unfall kann nicht nur gesundheitliche Schäden für die Mitarbeiter bedeuten, sondern auch rechtliche und finanzielle Folgen für das Unternehmen.
  3. Imageverlust: Wiederholte Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften können dem Ruf eines Unternehmens schaden und zu einem Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern führen.

mplus-sicherheitsingenieure-im-unternehmenFazit

Die regelmäßige Prüfung von Arbeitsmitteln ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Arbeitsschutzes. Sie dient nicht nur dem Schutz der Mitarbeiter, sondern auch der Sicherstellung eines reibungslosen Betriebsablaufs. Unternehmen sollten daher sicherstellen, dass sie die gesetzlichen Vorgaben einhalten und ihre Arbeitsmittel regelmäßig von qualifizierten Fachkräften prüfen lassen. Nur so kann ein hohes Maß an Sicherheit und Effizienz gewährleistet werden.